Fachtag Sprache vom 17. November 2020

Thema: Vom Sinn und Unsinn digitaler Medien in der frühkindlichen Bildung

Die Frage, ob digitale Medien in frühkindlichen Betreuungseinrichtungen eingesetzt werden sollen, wird in der Gesellschaft mitunter noch kontrovers diskutiert. Doch besteht bereits seit 2004 der Auftrag, Medienbildung und informatische Bildung mit und über Medien in Kindertageseinrichtungen umsetzen (JFMK, 2004). Dementsprechend werden digitale Medien vorrangig nach medienpädagogischen Ansätzen eingesetzt, um die kindliche Kreativität zu stützen und eigene Produkte damit zu erstellen.
Einen neuen Einsatzbereich stellen sogenannte „Lernapps“ dar. Lernapps sollten das Ziel verfolgen, Lerninhalte altersgerecht für Kinder aufzubereiten und zu vermitteln. Doch werden die angebotenen Lernapps diesem Anspruch gerecht? Ist es sinnvoll, sie in der frühkindlichen Bildung einzusetzen? Der Impulsvortrag widmete sich der Frage, wie wir uns das Lernen im kindlichen Gedächtnis vorstellen können. Daraus leitet sich ab, wie sich das Lernen unterstützen oder verhindern lässt und welche Kriterien Apps erfüllen müssen, um kindliche Lernprozesse zu ermöglichen und anzuregen. Abschließend wurde Resümee über den sinnvollen oder sinnfreien Einsatz digitaler Lernapps im Kindergarten gezogen.

Referentin
Dr. Anne-Kristin Cordes, Staatsinstitut für Frühpädagogik (ifp Bayern)

Material und Dokumentation zum Herunterladen

Die Videobeiträge folgen in Kürze!

(Erstellt am 27. Oktober 2020)