23.09.2019 Impulsabend "Wie Sprache soziale Fertigkeiten stärkt"

Ein Abend für Tagespflege, Kita und Grundschule zu Exekutiven Funktionen und Selbstregulation.

Was sind Exekutive Funktionen?
Exekutive Funktionen sind Gehirnfunktionen, die die Fähigkeit zur bewussten Steuerung von Aufmerksamkeit, Verhalten und Emotionen haben. Diese Fähigkeit, die wesentlich dazu beiträgt, in der Bildung erfolgreicher zu sein, ist trainierbar. Selbstregulationsstrategien sowie kognitives und körperliches Training der Exekutiven Funktionen lassen sich im Betreuungs- und Unterrichtsalltag sehr gut integrieren.

Inhalt
Pädagogische Fachkräfte in Kitas und Grundschulen nehmen immer häufiger Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern wahr: Vielen Kindern fällt es schwer, sich in eine Gruppe einzuordnen, unbeherrschte und unangemessene Reaktionen sind an der Tagesordnung. Sie lassen sich leicht ablenken, wollen ihre Wünsche sofort erfüllt haben, zeigen wenig Ausdauer in ihrem Tun und sind schnell frustriert. Ausschlaggebend für den Lernerfolg des Kindes ist die Fähigkeit, sich auf eine Aufgabe zu konzentrieren, ohne sich ablenken zu lassen. Das gelingt nur durch Selbstregulation.

Um sich selbst regulieren zu können, benötigt es Sprache, um die eigenen Emotionen und Verhaltensweisen verbalisieren zu können. Indem wir Gefühle mit Sprache verknüpfen und darüber reden können, machen wir sie kontrollierbarer und „bearbeitbar“. Die Beherrschung der Exekutiven Funktionen hat daher ebenfalls einen weitreichenden Einfluss auf die sozial-emotionalen Kompetenzen des Kindes.

Wie können die Exekutiven Funktionen trainiert werden?
Was bedeutet das im pädagogischen Alltag?
Welche Selbstregulationsstrategien können angewandt werden?
Warum profitiert eine komplexe kognitive Funktion wie Sprache vom Training der Exekutiven Funktionen?
Wie lassen sich Emotionen und Verhaltensweisen verbalisieren und für die Selbstregulation nutzen?

Es zeigt sich, dass dem pädagogischen Setting in der Kita und dem Handeln der Fachkräfte im Hinblick auf die Entwicklung der Exekutiven Fähigkeiten eine besondere Bedeutung zukommt. Die selbstregulatorischen Fähigkeiten der Kinder sind ohne weiteres alltagsintegriert und vor allem kindorientiert förderbar. Dies wird Ihnen in diesem interaktiven Vortrag mit vielen Übungen, Spielformen und Filmbeispielen veranschaulicht.

Referentin Dr. Sabine Kubesch
U.a. promovierte Sportwissenschaftlerin zu „Körperliche Aktivität und Exekutive Funktionen“, langjährige Mitarbeiterin am ZNL der Universität Ulm (Transfer Zentrum für Neurowissenschaften und Lernen), Geschäftsführerin von INSTITUT BILDUNG plus Heidelberg. Dr. Sabine Kubesch hat auf der Basis jahrelanger wissenschaftlicher Arbeit und in Kooperationsprojekten mit Kitas und Schulen Methoden der Intervention und der systematischen Integration geeigneter Sicht- und Handlungsweisen für den Bildungsalltag entwickelt.

Agenda
17:00 Uhr | Opening: Austausch & Imbiss
17:30 Uhr | Begürßung
17:45 Uhr | Interaktiver Vortrag Dr. Sabine Kubesch
19:15 Uhr | Fragen & Diskussion zum Vortrag
20:00 Uhr  Veranstaltungsende

Die Veranstaltung ist kostenfrei!

Zur Anmeldung

(Erstellt am 14. August 2019)