Schul- und Unterrichtsentwicklung

Impulse für Querdenker

Schulen stehen im Zuge der individuellen und der gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen vor permanenten Herausforderungen: Kerngeschäft Unterricht, kollegiale Kooperation, neue Lern- und Lehrformate, Umgang mit Heterogenität, Kompetenzorientierung, daten- und evidenzbasierte Schul- und Unterrichtsentwicklung, Digitalisierung und so weiter.

Das Regionale Bildungsbüro Ravensburg bietet innovative Impulse, Praxisorientierung, Motivation sowie Gelegenheiten zum kreativen Querdenken und zum inspirierenden Austausch.
 
Viele unserer Projekte, Fachtage, Arbeitskreise, Produkte und Veröffentlichungen stehen im Zeichen einer zielgerichteten und zukunftsorientierten Schul- und Unterrichtsentwicklung.

Inklusion – Vielfalt als Chance

Inklusion in der Schule: Ein Begriff – viele Meinungen, Emotionen und Hoffnungen. Vor allem aber: Eine große Verantwortung.

In einem inklusiven Bildungssystem lernen Menschen mit und ohne Behinderungen von Anfang an gemeinsam. Vielfalt wird als Normalität und als Bereicherung betrachtet.

Aus Sicht von Prof. Dr. Hans Wocken ist das deutsche Schulsystem mit seiner Schulartdifferenzierung das größte Hindernis für erfolgreiche Inklusion und echte Chancengleichheit. Er fordert eine vielfältige gemeinsame Schule für alle und eine individualisierte Förderung der Kinder und Jugendlichen. Hinsichtlich der nötigen Ressourcen verweist er auf erfolgreiche Modelle, in denen Erzieherinnen und Erzieher als pädagogische Fachkräfte an Schulen eingesetzt und sonderpädagogische Kompetenzteams an Schulen implementiert werden.

Mit einem Fachtag haben wir gemeinsam mit dem staatlichen Schulamt Markdorf die Diskussion und Auseinandersetzung zu dem Thema in der Bildungsregion Ravensburg angeregt. Die Präsentation zu seinem Vortrag „Die Inklusive Schule – warum und wie?“ hat uns Prof. Wocken freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

Material zum Herunterladen

Weitere Unterlagen hat Prof. Wocken in seinem eigenen Internetauftritt zusammengestellt:

Innere Haltung - Körpersprache - Konflikt-Kultur

Pädagoge mit Leib und Seele

„Bildung braucht Persönlichkeit“. Neben aller Fach- und Methodenkompetenz ist die Persönlichkeit von LehrerInnen und pädagogischen Fachkräften der entscheidende Faktor in der Bildungs- und Erziehungsarbeit.
 
Vor allem die Haltung und der praktizierte Erziehungsstil sind das, was die Beziehung zwischen Jugendlichen und Pädagogen kennzeichnet. Davon ist Franz Hilt (AGJ Fachverband für Prävention und Rehabilitation in der Erzdiözese Freiburg e.V.) überzeugt. Positive Rollenmodelle ermöglichen Kindern und Jugendlichen die Entwicklung eines sicheren Bindungsmusters sowie die Fähigkeit zu Selbstregulation und Empathie. Der autoritative Erziehungsstil zählt zu den wichtigsten Schutzfaktoren, welche die Resilienzforschung kennt. Er wird damit auch zu einem Qualitätsmerkmal nachhaltiger Schulentwicklung.
 
Gemeinsam mit dem AGJ-Fachverband, der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft sowie den Gesundsheitsämtern des Bodenseekreises und des Landkreises Ravensburg hatten wir Franz Hilt sowie den Schauspieler und Pädagogen Rudi Rhode zu einem Fachtag nach Weingarten eingeladen. Nachstehend finden sie die Präsentation zum Impulsvortrag und weiterführende Links.

Praxisforum Übergang Schule-Beruf

Eine gelungene Berufsbiografie erfordert Berufswahlkompetenz. Diese individuell zu fördern ist Aufgabe aller an der Berufsorientierung Beteiligten.
 
So können Zukunftsperspektiven entwickelt und der Übergang von der Schule in eine Ausbildung oder ein Studium erfolgreich bewältigt werden.
 
Unser Praxisforum „Übergang Schule-Beruf“ ist ein Unterstützungs- und Fortbildungsangebot für interessierte Fachleute wie Lehrkräfte, SozialarbeiterInnen, BerufsberaterInnen oder KarrierebegleiterInnen.
 

Schule trifft Wirtschaft

„Schule trifft Wirtschaft“ ist das Motto dieser regelmäßigen Veranstaltungsplattform. Geboten werden realitätsnahe und zukunftsorientierte Impulsvorträge durch Referenten aus Unternehmen und Schulen sowie themenspezifische Workshops, Informations- und Beratungsstände und informative Inputs.

Kommende Praxisforen kündigen wir immer rechtzeitig auf unserer Veranstaltungsseite und in unserem Newsletter an.

Siegel „Gesunde Schule“

Der Zusammenhang zwischen Lebensbedingungen, Gesundheit und Bildungserfolg ist wissenschaftlich belegt. Aus diesem Grund sind Gesundheitsförderung und Präventionsarbeit unerlässliche Bestandteile der Lebenswelt Schule: Für gesunde SchülerInnen, gesunde Lehrkräfte, eine gesunde Lernumgebung, ein positives Schulklima und mehr Freude am Lernen!

Das Siegel "Gesunde Schule“ ist eine Auszeichnung für Schulen, die sich in gesundheitsförderlichen Themenbereichen besonders engagieren. Das Projekt soll Schulen motivieren, sich in der Gesundheitsförderung stark zu machen, Netzwerke für ein gesundes Lern- und Lebensumfeld zu bilden und soziale Kompetenzen zu fördern. Dazu gilt es, ein klar definiertes Konzept umzusetzen, dieses nachhaltig im Schulcurriculum zu implementieren und ständig weiterzuentwickeln.

Neben klassischen Gesundheitsthemen wie „Bewegung“ und „Ernährung“ wird der Blick dabei auch auf die Aspekte „Medienkompetenz“, „Gesundheit am Arbeitsplatz“, „Seelische Gesundheit“, „Sucht- und Gewaltprävention“ sowie „Körperbewusstsein und Sexualität“ gerichtet.

Das Projekt ist ein Ergebnis der Kommunalen Gesundheitskonferenz 2014. Es wurde gemeinsam mit dem Runden Tisch „Kinder- und Jugendgesundheit“ des Landratsamts Ravensburg initiiert.

Weitere Informationen und Ansprechpartner

Ansprechpartnerin für das Siegel „Gesunde Schule“ im Landkreis Ravensburg ist Anika Hemme am Gesundheitsamt.

Exekutive Funktionen und Selbstregulation

Wissenschaft und Praxis – selten lassen sich beide Welten besser im pädagogischen Handeln kombinieren wie bei den Exekutiven Funktionen und dem Konzept der Selbstregulierung. Diesen Funktionen wird inzwischen eine größere Bedeutung zugeschrieben als der kognitiven Intelligenz. Im Bildungsplan 2016 sind sie ausdrücklich berücksichtigt.

Exekutive Funktionen sind höhere kognitive Kontrollprozesse, die dann benötigt werden, wenn automatisierte Reaktionen zur Aufgabenerfüllung nicht mehr ausreichen. Im pädagogischen Alltag ist dies häufig in Situationen der Fall, die geprägt sind von Unaufmerksamkeit, Impulsivität, Hyperaktivität, Motivationsverlust, Aggressivität, Emotionalität und Launenhaftigkeit, Ängsten oder der Unfähigkeit, Regeln einzuhalten.

Die gute Nachricht für Pädagoginnen und Pädagogen: Die Exekutiven Funktionen sind trainierbar und es gibt ausgereifte methodische Konzepte und Elemente. Im Sport hat sich das Trainingskonzept zur Förderung der Exekutiven Funktionen beispielsweise längst durchgesetzt.

Wir unterstützen die Umsetzung von geeigneten Konzepten in Bildungseinrichtungen durch Vortragsreihen und Beratung zur konzeptionellen Profilbildung. Dabei arbeiten wir mit Dr. Sabine Kubesch vom Institut Bildung Plus in Heidelberg zusammen.

Weitere Informationen und Ansprechpartner

Ansprechpartner am Regionalen Bildungsbüro ist Ludger Baum.

Datengestützte Schul- und Unterrichtsentwicklung

Vergleichsstudien der Kompetenzentwicklung von Schülern sind in Deutschland ein zunehmend wichtiges Instrument zur Analyse und Qualitätsentwicklung für Unterricht, Schule und Bildungssystem. Das Land Baden Württemberg will im Rahmen einer Qualitätsoffensive den Weg der datengestützten Analyse konsequent beschreiten. Als erste Instrumente wurden hierfür die Vergleichsarbeiten VERA 3 und VERA 8 bereits landesweit eingeführt.

Bei einem Vortrag in unserer Bildungsregion erläuterte Dr. Rüdiger Arnscheid vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport die Gründe, Ziele und den Gesamtrahmen für das Bildungsmonitoring. Er stellte außerdem die Ergebnisse der VERA-Tests von 2017 vor und lieferte Anhaltspunkte, wie mit diesen Ergebnissen auf Schulebene sinnvoll umgegangen werden kann.

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