Karrierebegleiter – an Schulen nicht mehr wegzudenken

Im Rahmen des EU Programms "Interreg V" sind seit 2016 an zehn Schulen im Landkreis Ravensburg Karrierebegleiter im Einsatz. Zu Jahresbeginn fanden an allen Standorten nun zur Projekthalbzeit Termine vor Ort mit allen Beteiligten statt. Eine positive Zwischenbilanz konnte gezogen werden.

Die Karrierebegleiterin hat einen Termin zur Beratung vereinbart mit zwei Schülern der 9. Klasse. Beide stehen kurz vor der Bewerbungsphase für eine Ausbildung nach ihrem Schulabschluss. Auch wenn in der Schule bereits schon seit zwei Schuljahren die Berufsorientierung fächerübergreifend und mit Praktika begleitet gut läuft: Die beiden Schüler sind nicht die einzigen, die kurz vor knapp noch keinen Plan haben, wohin es nach der Schule gehen soll.

Zum Glück kennt die Karrierebegleiterin die beiden, weil sie selbst Teil des Schulpersonals ist und allen Schülerinnen und Schülern inzwischen gut bekannt. Denn es braucht schon eine gute Vertrauensbasis, damit die intensive Beratung der Karrierebegleiterin auf Mitwirkungsbereitschaft trifft. Ziel: Klarheit verschaffen über Interessen, Stärken und Schwächen und einen Plan aufzustellen, wie es doch noch mit einer erfolgreichen Bewerbung klappen kann.

Durch die Förderung im Rahmen des EU Programms „Interreg V“ können derzeit 10 Schulen im Landkreis Karrierebegleiter einsetzen. Im Projekt BRÜCKENBAU ist das Regionale Bildungsbüro die Projektleitung. Die Städte und Gemeinden als Schulträger sind die Projektpartner, dort sind auch die Karrierebegleitungen angestellt.

Das Projekt läuft noch bis zum Schuljahresende 2020. Zu Jahresbeginn fanden an allen Standorten nun zur Projekthalbzeit Termine vor Ort mit allen Beteiligten statt. Es zeigt sich: Ein Schulbetrieb und vor allem eine systematische, kreative und alle einbeziehende Berufsorientierung und Berufswegeplanung ohne Karrierebegleitung ist kaum noch vorstellbar. Nicht nur in der Einzelberatung solcher Schülerinnen und Schüler, die „kurz vor knapp“ noch „keinen Plan haben“, sind sie gefragt. Mit unterrichtsintegrierten und fächerübergreifenden Angeboten erreichen die Karrierebegleiter alle Schüler ab der 6., spätestens 7. Klasse. Projekte, z.B. Berufswahlcamps, Exkursionen oder Medienaktionen sind kreative und motivierende Varianten der Berufsorientierung.

So stellen die Karrierebegleiter für die Schulen nicht vor allem eine Entlastung der Lehrkräfte, sondern eine fachliche und methodische Bereicherung in den Schulen dar. Sie tragen mit Ihren Initiativen wesentlich dazu bei, dass vor Ort das Zusammenspiel von Betrieben und Schulen, aber auch von Eltern mit der Schule lebt.

Die Einzelberatung der beiden Schüler der 9. Klasse hat Wirkung gezeigt. Es sind inzwischen viele Bewerbungen abgesendet, nachdem beide durch die Unterstützung der Karrierebegleitung Ihre realistischen und attraktiven Berufsziele herausgefunden haben. Da sollte es doch mit einer Ausbildung klappen, oder?

Weitere Informationen zum Projekt BRÜCKENBAU

(Erstellt am 05. März 2018)

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